Wie entstand die Fussreflexzonenmassage?

Als ich las, dass bereits die Inkas vor rund 12.000 Jahren diese Therapiemethode anwendeten, um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren, überraschte mich das nicht – die Inkas wussten schließlich sehr viel. Eine vergessene Zivilisation … Doch als ich erfuhr, dass diese ganzheitliche Behandlungsmethode schon vor Jahrtausenden weltweit bekannt war, wusste ich, dass ich sie erlernen wollte.

Bereits der Gelbe Kaiser, Huangdi, schrieb in seinem Buch ausführlich über seine Fussbeobachtungsmethode. Er wusste bereits, dass bestimmte Reize an der Fusssohle einen positiven Effekt auf die Organfunktionen haben können.

Marco Polo verdanken wir im Bereich der Fussreflexzonenmassage vieles, denn er brachte die ersten Schriftstücke von China nach Europa.

Im Grab eines ägyptischen Arztes wurde eine Papyrusrolle mit folgendem Zitat gefunden:

«Nimm den Schmerz fort», sagt einer der Patienten.


«Ganz nach deinen Wünschen», antwortet sein Behandler.

Im 16. Jahrhundert tauchten Schriften über Druck- und Schmerzpunkte auf. So liess sich zum Beispiel Benvenuto Cellini, der florentinische Bildhauer, seinen schmerzgeplagten Körper durch starken Druck auf Finger und Zehen behandeln. Auch der amerikanische Präsident Garfield, der nach einem Attentat unter starken Wundschmerzen litt, soll einzig durch die Fussreflexzonenmassage Linderung gefunden haben.

Danach geriet diese Methode lange in Vergessenheit, bis der HNO-Arzt Dr. William Henry Fitzgerald im Jahr 1915 seine Theorie der «Zonentherapie» (über die zehn verschiedenen Längszonen) veröffentlichte. Er systematisierte und ergänzte sowohl seine Beobachtungen an Patienten als auch die alten Überlieferungen und entwickelte daraus seine eigene Methode. Er wusste genau, auf welche Stellen des Körpers er Druck ausüben musste, um einen anderen Teil schmerzunempfindlich zu machen.

Dr. Edwin Bowers und sein Kollege Fitzgerald erbrachten ihren skeptischen Fachkollegen den Beweis für die Gültigkeit ihrer Zonentheorie:
Während einer Vorführung drückte Bowers die Handreflexzone, die dem Gesicht zugeordnet ist, und stach anschliessend seinem Kollegen mit einer Nadel in den dadurch schmerzunempfindlichen Teil des Gesichts. Damit konnte er selbst die grössten Skeptiker sofort überzeugen.

1958 entwickelte Eunice D. Ingham-Stoffel die «Landkarte», indem sie die Füsse in Körperzonen und Felder aufteilte. Der Schlüssel ihrer Theorie besteht darin, kristalline Ablagerungen durch Reflexzonentherapie zu bearbeiten und den Körper so von «Verstopfungen» in den empfindlichen Nervenendungen zu befreien.

Ihr Neffe, Dwight C. Byers, führte ihre Arbeit im Rahmen des International Institute of Reflexology fort.

Und der englische Fusstherapeut R. St. John beschrieb ein psychisches Projektionsfeld an der Fussinnenkante – der Projektionszone der Wirbelsäule.

Ich muss noch W. Froneberg erwähnen, der das Nervensystem in das Fussschema projizierte und unter anderem die punktuelle Aufschlüsselung für das vegetative Nervensystem festlegte.

Und heute, dank ihrer Wirksamkeit, wird die Fussreflexzonenmassage immer beliebter – auch im Jahr 2024.


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