Wie kann man sich die Chakren vorstellen?

In meinen Sitzungen und Videos spreche ich oft über Chakren. Deshalb möchte ich in einer Serie alle Chakren vorstellen, damit dieses System – soweit es mir bekannt ist – besser verstanden werden kann.

Unter Chakren versteht man die Verbindungsstellen zwischen Körper und Astralleib (Energiekörper, unsichtbare Hülle) des Menschen.

Alte indische und tibetische Texte erwähnen zwischen 72’000 und 350’000 solcher Energiezentren.

Sieben davon gelten als die Hauptenergiezentren des Menschen. Sie liegen entlang der Wirbelsäule beziehungsweise der senkrechten Körperachse.

Diese Energiezentren stellt man sich trichterförmig vor, mehrere Zentimeter über die Körperoberfläche hinausragend.

Gemäss den vedischen Schriften und den Upanishaden, den philosophischen Texten des Hinduismus, sind die Chakren eng mit wichtigen Drüsen verbunden.

Im besten Fall drehen sich die Energiewirbel schnell, leuchten intensiv und strahlen in den ihnen zugeordneten klaren Farben.

In jedem Lebensalter lernen wir neue Methoden, wie wir mit dem, was wir als unsere Umwelt wahrnehmen, harmonisch leben können.

Durchlaufen wir diese Lernschritte erfolgreich, werden unsere Chakren angeregt und können die Umgebungsenergie aufnehmen.

Die Fussreflexzonenmassage kann Blockaden in den Chakren positiv beeinflussen. Auf den Fusssohlen befinden sich verschiedene Felder und Punkte für Organe und Drüsen, die wiederum mit den Chakren verbunden sind.

Illustration: Olga Solga

Die Geschichte meines „spirituellen Weges“

Kurz möchte ich die Geschichte meines „spirituellen Weges“ erzählen.

🍃2017 wurde es für mich immer dringlicher, meine Berufung zu finden – wofür ich „auf die Erde gekommen“ bin. Ich hatte es satt, nur fürs Geld irgendeine Tätigkeit von 8:00 bis 17:00 auszuüben.

🥾Ich habe meine Berufung überall gesucht. Viele verschiedene Methoden habe ich ausprobiert, ich bin zu „Gurus“, “Lehrer:innen” gegangen und habe völlig fremde Menschen gebeten, mir zu sagen, was mein Lebenssinn sei. Ich bin auch auf den Camino (France) gegangen. Ja, ich sagte zwar, dass ich keine Erwartungen an den Pilgerweg habe, doch insgeheim hoffte ich trotzdem auf ein „Zeichen“, das mir zeigen würde, warum ich hier bin.

✨Doch es gab kein grosses Zeichen – kein Feuerwerk, kein Erdbeben. Es gab nur eine begrenzte Zeit und den Weg, den ich gehen wollte. Als ich dann daran dachte, dass ich nach meiner Ankunft in Santiago nur noch 3–4 Tage haben würde, bevor ich wieder in meinen ungeliebten Job zurück müsste, wurde mir klar, was für mich wirklich wichtig war: Ich wollte die restliche Zeit mit meiner Familie verbringen. Sie sind mir wichtiger als die noch offenen Kilometer und die Ortschaften, die ich hätte besuchen können. Also bin ich zu meiner Familie gereist.

🙏Das war jedoch nicht das Ende meiner Geschichte. Als ich in mein „altes Leben“ zurückkehrte, fiel ich noch tiefer. Man könnte es eine Midlife-Crisis oder Depression nennen. (Viele erleben das nach dem Camino, aber nur selten wird darüber gesprochen.) Es dauerte Monate, bis ich wieder Sinn und Ziel in meinem Leben fand. Ich habe sehr gelitten. Ich war sogar wütend auf den Camino, weil er mir nicht das gegeben hatte, was ich mir heimlich erhofft hatte – auch wenn ich wusste, dass es töricht war, so etwas von einer Reise zu erwarten.

👣😍 Um wieder ins Leben zu kommen und mich besser zu fühlen, begann ich einen Kurs in Fussreflexzonentherapie – eine Möglichkeit, die ich schon vor dem Camino in Betracht gezogen hatte. Zumindest hoffte ich, dadurch weniger im Kopf und mehr im Körper zu sein. Doch ich habe viel mehr bekommen.

Mir wurde klar, wie egoistisch es eigentlich ist, ständig helfen zu wollen. Oft hilft man, um sich selbst wertvoll zu fühlen, weil man etwas „Gutes“ getan hat. Heute glaube ich nicht mehr daran, dass es nur die eine Berufung gibt oder dass eine Methode mich „retten“ oder zu einem besseren Menschen machen könnte. Das Leben besteht aus vielen Erfahrungen und Begegnungen, die wir schätzen sollen.

🫶Heute denke ich, dass ich hier auf dieser Welt bin, um das Leben zu spüren – viel zu erfahren und nichts zu verpassen, was mir begegnet und mich umgibt. An eine endgültige „Erleuchtung“ glaube ich nicht. Die Dinge, an die wir glauben, die Methoden, die wir ausprobieren, die Wege, die wir gehen – sie sind alle nur Mittel, um uns selbst hier auf der Erde, in Fleisch und Blut, zu spüren und zu erfahren. Ganz gleich, wo wir geboren wurden und welche Wege wir wählen. So empfinde ich es zumindest. Für mich scheint es wahr zu sein.

Mit meinen Erfahrungen stehe ich euch als Begleiterin auf eurem Weg zur Seite. 🫶❤️👣✨️😍

Studien: Krebsbegleitung I.

Komplementär Therapien für Krebspatienten: Reflexologie und Relaxation in der integrativen palliativen Pflege (2020)

Eine randomisiert kontrollierte vergleichende Studie

*Palliativpflege: die ganzheitliche Betreuung von Menschen mit unheilbaren, fortschreitenden Erkrankungen, bei denen eine Heilung nicht mehr möglich ist. Ziel ist nicht die Heilung, sondern die Linderung von Beschwerden und die Verbesserung der Lebensqualität – körperlich, psychisch, sozial und spirituell.

Methode

88 ambulante Krebspatienten in palliativer Pflege wurden zufällig in 2 Gruppen verteilt: Reflexzonen- und Relaxationsgruppe. Beide Gruppen haben 6 mal 30 Minuten Behandlungen (Reflexologie u. Relaxation) pro Woche bekommen.

Ergebnis

Obwohl in beiden Gruppen eine statistisch signifikante Minderung von Angst und Depression während des Beobachtungszeitraums festgestellt wurde, zeigte die Reflexzonengruppe eine signifikant stärkere Reduktion dieser Symptome über den Zeitraum von sechs Wochen im Vergleich zur Relaxationsgruppe. Allerdings war diese Verbesserung signifikant ausgeprägter in der Reflexologiegruppe. Patient:innen, die die Reflexzonenbehandlung erhielten, zeigten bessere mentale Stabilität und eine höhere subjektive Lebensqualität als jene in der Relaxationsgruppe.

Konklusion

Obwohl beide Behandlungsformen eine signifikante Reduktion von Angst und Depression bei Krebspatient:innen zeigten, erwies sich die Reflexzonenbehandlung als deutlich effektiver in der Verbesserung der Lebensqualität und zeigte zudem eine stärkere Wirkung auf die Schmerzkontrolle im Vergleich zur Relaxation allein.

Der Effekt der Fussreflexzonenmassage auf Erschöpfung, Schmerzempfinden und Schlafqualität bei Lymphom-Patienten (2019)

Eine klinische Studie

Methode

72 Lymphom-Patienten wurden in eine Reflexzonengruppe und eine Kontrollgruppe eingeteilt. Die Patienten in der Reflexzonen Gruppe haben auf fünf aufeinanderfolgenden Tagen die Fussreflexzonenbehandlung bekommen, während die Kontrollgruppe die normale Pflege erhalten hat.

Ergebnis

Zu Beginn der Studie waren die Werte für Erschöpfung, Schmerzempfinden und Schlafqualität in beiden Gruppen vergleichbar und zeigten keine signifikanten Unterschiede.
Nach Abschluss der fünftägigen Behandlung zeigte sich jedoch in der Fußreflexzonenmassagegruppe eine signifikante Verbesserung in allen drei Bereichen im Vergleich zur Kontrollgruppe.

Konklusion

Im Vergleich zur regulären Krebsversorgung zeigt das Ergebnis, dass die Fußreflexzonenbehandlung wirksam zur Linderung von Erschöpfung und Schmerz beitragen und gleichzeitig die Schlafqualität bei Lymphom-Patient:innen verbessern kann.

Wirkung der Fussreflexzonentherapie aufs Stillen

Untersuchung des Effekts der Reflexzonenbehandlung auf die Menge der Muttermilch bei Müttern von Frühgeborenen (2018)

Ein klinischer Versuch

Methode

Es wurden 50 Mütter mit frühgeborenen Säuglingen in einer unstrukturierten Auswahl zufällig in eine Reflexzonengruppe und Kontrollgruppe aufgeteilt. Die Reflexzonengruppe hat 6 Behandlungen bekommen, währen die Kontrollgruppe ordentliche Stilltraining erhalten hat.

Ergebnis

Es zeigte sich ein signifikanter Unterschied in der Menge der produzierten Muttermilch zwischen der Reflexzonengruppe und der Kontrollgruppe zu verschiedenen Messzeitpunkten. Die Mütter, die eine Reflexzonenbehandlung erhielten, produzierten kontinuierlich – sowohl während als auch nach der Behandlungsphase – signifikant mehr Muttermilch als jene in der Kontrollgruppe, die lediglich ein standardisiertes Stilltraining erhalten hatten.

Konklusion

Dieses Ergebnis zeigt, dass die Reflexzonenbehandlung eine wirksame Methode zur Steigerung der Muttermilchmenge darstellt.
Als kostengünstige und einfach durchführbare Maßnahme kann sie begleitend zum regulären Stilltraining eingesetzt werden.

Der Effekt der Reflexzonenbehandlung auf das Stillverhalten bei Frauen nach Kaiserschnitt (2021)

Eine randomisierte kontrollierte Pilot-Studie

*Vorlauf-Studie; in der Marktforschung exploratives Versuchsprogramm kleineren Massstabs, um Kosten und Erfolg eines Vorhabens zu testen.

Methode

60 Frauen nach der Geburt wurden ausgewählt und auf eine Reflexologiegruppe und Kontrollgruppe aufgeteilt. Die Behandlung wurde in beiden Gruppen erst begonnen, nachdem sich die Mütter ausreichend von der Wirkung der Anästhesie erholt hatten, was im Durchschnitt wenige Stunden nach dem Kaiserschnitt der Fall war. Die Teilnehmerinnen der Reflexologiegruppe erhielten am 1. und 2. postoperativen Tag jeweils zwei Fußreflexzonenbehandlungen von je 20 Minuten Dauer, im Abstand von acht Stunden nach dem Kaiserschnitt.

Ergebnis

Die Stillwerte (z. B. anhand eines festgelegten Bewertungssystems) waren in der Reflexologiegruppe an beiden Tagen signifikant höher als in der Kontrollgruppe.

Die Konklusion

Obwohl es sich um eine kleine randomisierte kontrollierte Studie handelt, zeigen die Ergebnisse im Vergleich zur Kontrollgruppe ohne Intervention, dass Reflexologie zu höheren Stillbewertungswerten bei Müttern nach einem Kaiserschnitt führen kann.

Studien: Migräne

Der Effekt der Fussreflexzonenbehandlung bei Migränekopfschmerzen, die durch Nitroglycerin hervorgerufen werden (2018)

In experimentellen Studien wird Nitroglycerin genutzt, um Migränekopfschmerzen auszulösen, und fungiert als Modellsubstanz bei der Untersuchung ihrer Mechanismen.

Art der Studie

Placebokontrolliertes klinische Studie

Methode

Randomisierte, kontrollierte Studie

Konklusion

Beim Vergleich der drei Gruppen – Fussreflexzonenmassagegruppe, Kontrollgruppe und Placebogruppe – zeigte sich bei den Herzinfarktpatienten in der Fussreflexzonenmassagegruppe eine statistisch signifikante Abnahme der Migräneintensität.

Effekt der Fussreflexzonenbehandlung im Vergleich zur Segmentmassage auf Schmerzintensität, Häufigkeit und Dauer von Migräneanfällen (2017)

Bei der Segmentmassage werden gezielt bestimmte Rückenabschnitte (Segmente) behandelt, die über das Rückenmark reflektorisch mit inneren Organen und Körperregionen wie Rücken, Becken, Brustkorb, Nacken und Kopf verbunden sind. Durch die Stimulation dieser Segmente können funktionelle Störungen und Schmerzen in den entsprechenden Zielgebieten gelindert werden.

Art der Studie

Modellversuch als Vorlaufsstudie

Methode

48 Frauen, die seit zwei bis zehn Jahren unter Migräne litten, wurden randomisiert in zwei Gruppen eingeteilt: eine Segmentmassagegruppe und eine Fussreflexzonenmassagegruppe. Die Fussreflexzonenmassagegruppe erhielt zehn Behandlungen innerhalb von fünf Wochen (zweimal pro Woche), während die Segmentmassagegruppe im gleichen Zeitraum 15 Behandlungen erhielt (dreimal pro Woche).

Ergebnis

In beiden Gruppen zeigte sich drei Monate nach Abschluss der Therapie eine signifikante Reduktion der Intensität, Häufigkeit und Dauer der Migräneanfälle. Zudem bestand ein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den beiden Gruppen hinsichtlich der gemessenen Parameter.

Konklusion

Die Schlussfolgerung der Studie zeigte, dass sowohl die Fussreflexzonentherapie als auch die Segmentmassage wirksam waren. Die Autoren berichteten jedoch über einen statistisch signifikanten Unterschied zwischen den beiden Gruppen:

„Patientinnen und Patienten mit Migräne erzielten durch die Fussreflexzonentherapie signifikante gesundheitliche Verbesserungen.“ (Kobza Wojceich et al., 2017)

Studien: Angst, Depression, Stress

Es besteht weiterer Forschungsbedarf zur Wirksamkeit der Fussreflexzonentherapie, auch wenn bisherige Studien darauf hinweisen, dass es sich um eine wirksame Methode handelt.

Der Effekt der Fussreflexzonenbehandlung bei Erwachsenen auf Depression, Angst und Schlafqualität (2020)

Art der Studie

Metaanalyse (bei der mehrere Teilmengen von Studien angemessen kombiniert und verglichen werden) sowie Metaregression (zur Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Studien- oder Teilnehmermerkmalen und den Studienergebnissen) randomisiert kontrollierter Studien.

Methode

Es wurden 26 anerkannte randomisiert kontrollierte Studien einbezogen, um Fussreflexzonenmassage-Gruppen mit Kontrollgruppen hinsichtlich Depression, Angst und Schlafqualität zu vergleichen. Die Autoren bewerteten die Ergebnisse kritisch. Insgesamt wurden 2’366 Teilnehmende in die Studien einbezogen.

Ergebnis

Die Metaanalyse zeigte, dass die Fussreflexzonenbehandlung Depression und Angst signifikant reduziert und die Schlafqualität bei Erwachsenen signifikant verbessert.

Konklusion

Die Autoren folgerten:
Die Fussreflexzonentherapie kann eine ergänzende, nicht pharmakologische Methode für Erwachsene sein, die unter Depression, Angst und Schlafstörungen leiden. (Wei-Li Wang et al., 2020)
Obwohl für die Zukunft qualitativ hochwertige Studien mit grösserer Teilnehmerzahl und langfristiger Nachverfolgung empfohlen werden, liegen diese bislang noch nicht vor.

Randomisierte kontrollierte Studie zur Wirkung der Fussreflexzonenmassage auf die Schmerz- und Angstausprägung während des Verbandswechsels bei Verbrennungspatientinnen und -patienten (2021)

Art der Studie

Randomisierte kontrollierte Studie.

Methode

66 Patientinnen und Patienten mit Verbrennungsverletzungen wurden randomisiert einer Kontrollgruppe (normale Pflege) oder einer Interventionsgruppe (normale Pflege plus Fussreflexzonenbehandlung) zugeteilt. Die Fussreflexzonenmassage wurde dreimal pro Woche durchgeführt, jeweils im Abstand von zwei Tagen für 30 Minuten. Die Schmerzintensität wurde mithilfe der visuellen Analogskala über sechs Tage hinweg jeweils zweimal täglich – vor und nach dem Verbandswechsel – erfasst.

Ergebnis

Obwohl in den ersten Tagen kein signifikanter Unterschied zwischen den beiden Gruppen bestand, zeigte sich ab dem vierten Tag in der Fussreflexzonenmassagegruppe ein deutlicher Effekt.

Konklusion

Im Vergleich zur Kontrollgruppe zeigten sich in der Fussreflexzonenmassagegruppe bei Verbrennungspatientinnen und -patienten ab dem vierten Behandlungstag statistisch signifikante Reduktionen von Schmerz und Angst.

Grounding – die Kraft der Erdung

Vor ein paar Jahren hatte ich viel über Erdung gehört, wusste aber gar nicht, was das eigentlich bedeutet – bis ich es selbst erfahren habe.

Erdung mindert Entzündungen, Stress und Schmerzen, fördert den Blutfluss und die Energie, verbessert den Schlaf und trägt zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Mehr dazu könnt ihr in dieser Studie lesen:

Grounding: Eine Studie zu physiologischen und psychischen Effekten

Wenn man gestresst oder überarbeitet ist, hat der Körper oft zu viel „Feuerenergie“. Das kann unter anderem zu Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen oder sogar Atembeschwerden führen.

Als ich während der Yoga Stunden, die ich regelmässig besuchte, Atemstörungen bekommen habe, habe ich selber erfahren, was es bedeutet, nicht genügend geerdet zu sein. Yoga war nicht die Ursache, sondern hat meinen Zustand nur verschlimmert – obwohl es bei den meisten Menschen sogar erdend wirkt.

Ich begann, mich selbst zu beobachten, und stellte fest, dass ich koffeinhaltige Getränke wie Kaffee und grünen Tee sowie Alkohol und Zigaretten weglassen musste – auch wenn ich sie nicht regelmäßig konsumierte. Auch auf bestimmte schwingungserhöhende Musik wie Solfeggio-Frequenzen und Mantras musste ich verzichten.

Was ich jedoch tat, um mich wieder gesund und geerdet zu fühlen, war Folgendes: Ich verbrachte mehr Zeit in der Natur, lief öfter barfuss und trieb mehr Sport. Außerdem war es für mich enorm wichtig, genügend Wasser zu trinken.

Der Verzehr von Wurzelgemüse ist ebenfalls ein gutes Beispiel dafür, wie man sich erden kann. Auch die Schüttelübung und das Abklopfen habe ich inzwischen dazugelernt – beides hilft, wieder aus dem Kopf in den Körper zu kommen.

Auch das Umgeben mit vielen Pflanzen ist ein wichtiger Aspekt der Erdung.

Was ich jedoch am wirksamsten fand, war die Fussreflexzonenmassage. Nach jeder Behandlung fühlte ich mich leichter. Meine Füße fanden eine stabile, nähere und natürlichere Verbindung zum Boden, was sich auch positiv auf meine gesamte Wirbelsäule auswirkte. Anstatt im Kopf gefangen zu sein, kam ich wieder in meinem Körper an. Dank der Fussreflexzonenmassage bin ich viel präsenter geworden.

Wie entstand die Fussreflexzonenmassage?

Als ich las, dass bereits die Inkas vor rund 12.000 Jahren diese Therapiemethode anwendeten, um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren, überraschte mich das nicht – die Inkas wussten schließlich sehr viel. Eine vergessene Zivilisation … Doch als ich erfuhr, dass diese ganzheitliche Behandlungsmethode schon vor Jahrtausenden weltweit bekannt war, wusste ich, dass ich sie erlernen wollte.

Bereits der Gelbe Kaiser, Huangdi, schrieb in seinem Buch ausführlich über seine Fussbeobachtungsmethode. Er wusste bereits, dass bestimmte Reize an der Fusssohle einen positiven Effekt auf die Organfunktionen haben können.

Marco Polo verdanken wir im Bereich der Fussreflexzonenmassage vieles, denn er brachte die ersten Schriftstücke von China nach Europa.

Im Grab eines ägyptischen Arztes wurde eine Papyrusrolle mit folgendem Zitat gefunden:

«Nimm den Schmerz fort», sagt einer der Patienten.


«Ganz nach deinen Wünschen», antwortet sein Behandler.

Im 16. Jahrhundert tauchten Schriften über Druck- und Schmerzpunkte auf. So liess sich zum Beispiel Benvenuto Cellini, der florentinische Bildhauer, seinen schmerzgeplagten Körper durch starken Druck auf Finger und Zehen behandeln. Auch der amerikanische Präsident Garfield, der nach einem Attentat unter starken Wundschmerzen litt, soll einzig durch die Fussreflexzonenmassage Linderung gefunden haben.

Danach geriet diese Methode lange in Vergessenheit, bis der HNO-Arzt Dr. William Henry Fitzgerald im Jahr 1915 seine Theorie der «Zonentherapie» (über die zehn verschiedenen Längszonen) veröffentlichte. Er systematisierte und ergänzte sowohl seine Beobachtungen an Patienten als auch die alten Überlieferungen und entwickelte daraus seine eigene Methode. Er wusste genau, auf welche Stellen des Körpers er Druck ausüben musste, um einen anderen Teil schmerzunempfindlich zu machen.

Dr. Edwin Bowers und sein Kollege Fitzgerald erbrachten ihren skeptischen Fachkollegen den Beweis für die Gültigkeit ihrer Zonentheorie:
Während einer Vorführung drückte Bowers die Handreflexzone, die dem Gesicht zugeordnet ist, und stach anschliessend seinem Kollegen mit einer Nadel in den dadurch schmerzunempfindlichen Teil des Gesichts. Damit konnte er selbst die grössten Skeptiker sofort überzeugen.

1958 entwickelte Eunice D. Ingham-Stoffel die «Landkarte», indem sie die Füsse in Körperzonen und Felder aufteilte. Der Schlüssel ihrer Theorie besteht darin, kristalline Ablagerungen durch Reflexzonentherapie zu bearbeiten und den Körper so von «Verstopfungen» in den empfindlichen Nervenendungen zu befreien.

Ihr Neffe, Dwight C. Byers, führte ihre Arbeit im Rahmen des International Institute of Reflexology fort.

Und der englische Fusstherapeut R. St. John beschrieb ein psychisches Projektionsfeld an der Fussinnenkante – der Projektionszone der Wirbelsäule.

Ich muss noch W. Froneberg erwähnen, der das Nervensystem in das Fussschema projizierte und unter anderem die punktuelle Aufschlüsselung für das vegetative Nervensystem festlegte.

Und heute, dank ihrer Wirksamkeit, wird die Fussreflexzonenmassage immer beliebter – auch im Jahr 2024.