Grounding – die Kraft der Erdung

Vor ein paar Jahren hatte ich viel über Erdung gehört, wusste aber gar nicht, was das eigentlich bedeutet – bis ich es selbst erfahren habe.

Erdung mindert Entzündungen, Stress und Schmerzen, fördert den Blutfluss und die Energie, verbessert den Schlaf und trägt zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Mehr dazu könnt ihr in dieser Studie lesen:

Grounding: Eine Studie zu physiologischen und psychischen Effekten

Wenn man gestresst oder überarbeitet ist, hat der Körper oft zu viel „Feuerenergie“. Das kann unter anderem zu Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen oder sogar Atembeschwerden führen.

Als ich während der Yoga Stunden, die ich regelmässig besuchte, Atemstörungen bekommen habe, habe ich selber erfahren, was es bedeutet, nicht genügend geerdet zu sein. Yoga war nicht die Ursache, sondern hat meinen Zustand nur verschlimmert – obwohl es bei den meisten Menschen sogar erdend wirkt.

Ich begann, mich selbst zu beobachten, und stellte fest, dass ich koffeinhaltige Getränke wie Kaffee und grünen Tee sowie Alkohol und Zigaretten weglassen musste – auch wenn ich sie nicht regelmäßig konsumierte. Auch auf bestimmte schwingungserhöhende Musik wie Solfeggio-Frequenzen und Mantras musste ich verzichten.

Was ich jedoch tat, um mich wieder gesund und geerdet zu fühlen, war Folgendes: Ich verbrachte mehr Zeit in der Natur, lief öfter barfuss und trieb mehr Sport. Außerdem war es für mich enorm wichtig, genügend Wasser zu trinken.

Der Verzehr von Wurzelgemüse ist ebenfalls ein gutes Beispiel dafür, wie man sich erden kann. Auch die Schüttelübung und das Abklopfen habe ich inzwischen dazugelernt – beides hilft, wieder aus dem Kopf in den Körper zu kommen.

Auch das Umgeben mit vielen Pflanzen ist ein wichtiger Aspekt der Erdung.

Was ich jedoch am wirksamsten fand, war die Fussreflexzonenmassage. Nach jeder Behandlung fühlte ich mich leichter. Meine Füße fanden eine stabile, nähere und natürlichere Verbindung zum Boden, was sich auch positiv auf meine gesamte Wirbelsäule auswirkte. Anstatt im Kopf gefangen zu sein, kam ich wieder in meinem Körper an. Dank der Fussreflexzonenmassage bin ich viel präsenter geworden.

Wie entstand die Fussreflexzonenmassage?

Als ich las, dass bereits die Inkas vor rund 12.000 Jahren diese Therapiemethode anwendeten, um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren, überraschte mich das nicht – die Inkas wussten schließlich sehr viel. Eine vergessene Zivilisation … Doch als ich erfuhr, dass diese ganzheitliche Behandlungsmethode schon vor Jahrtausenden weltweit bekannt war, wusste ich, dass ich sie erlernen wollte.

Bereits der Gelbe Kaiser, Huangdi, schrieb in seinem Buch ausführlich über seine Fussbeobachtungsmethode. Er wusste bereits, dass bestimmte Reize an der Fusssohle einen positiven Effekt auf die Organfunktionen haben können.

Marco Polo verdanken wir im Bereich der Fussreflexzonenmassage vieles, denn er brachte die ersten Schriftstücke von China nach Europa.

Im Grab eines ägyptischen Arztes wurde eine Papyrusrolle mit folgendem Zitat gefunden:

«Nimm den Schmerz fort», sagt einer der Patienten.


«Ganz nach deinen Wünschen», antwortet sein Behandler.

Im 16. Jahrhundert tauchten Schriften über Druck- und Schmerzpunkte auf. So liess sich zum Beispiel Benvenuto Cellini, der florentinische Bildhauer, seinen schmerzgeplagten Körper durch starken Druck auf Finger und Zehen behandeln. Auch der amerikanische Präsident Garfield, der nach einem Attentat unter starken Wundschmerzen litt, soll einzig durch die Fussreflexzonenmassage Linderung gefunden haben.

Danach geriet diese Methode lange in Vergessenheit, bis der HNO-Arzt Dr. William Henry Fitzgerald im Jahr 1915 seine Theorie der «Zonentherapie» (über die zehn verschiedenen Längszonen) veröffentlichte. Er systematisierte und ergänzte sowohl seine Beobachtungen an Patienten als auch die alten Überlieferungen und entwickelte daraus seine eigene Methode. Er wusste genau, auf welche Stellen des Körpers er Druck ausüben musste, um einen anderen Teil schmerzunempfindlich zu machen.

Dr. Edwin Bowers und sein Kollege Fitzgerald erbrachten ihren skeptischen Fachkollegen den Beweis für die Gültigkeit ihrer Zonentheorie:
Während einer Vorführung drückte Bowers die Handreflexzone, die dem Gesicht zugeordnet ist, und stach anschliessend seinem Kollegen mit einer Nadel in den dadurch schmerzunempfindlichen Teil des Gesichts. Damit konnte er selbst die grössten Skeptiker sofort überzeugen.

1958 entwickelte Eunice D. Ingham-Stoffel die «Landkarte», indem sie die Füsse in Körperzonen und Felder aufteilte. Der Schlüssel ihrer Theorie besteht darin, kristalline Ablagerungen durch Reflexzonentherapie zu bearbeiten und den Körper so von «Verstopfungen» in den empfindlichen Nervenendungen zu befreien.

Ihr Neffe, Dwight C. Byers, führte ihre Arbeit im Rahmen des International Institute of Reflexology fort.

Und der englische Fusstherapeut R. St. John beschrieb ein psychisches Projektionsfeld an der Fussinnenkante – der Projektionszone der Wirbelsäule.

Ich muss noch W. Froneberg erwähnen, der das Nervensystem in das Fussschema projizierte und unter anderem die punktuelle Aufschlüsselung für das vegetative Nervensystem festlegte.

Und heute, dank ihrer Wirksamkeit, wird die Fussreflexzonenmassage immer beliebter – auch im Jahr 2024.